{"id":349,"date":"2020-10-04T06:27:57","date_gmt":"2020-10-04T06:27:57","guid":{"rendered":"http:\/\/tanklager-farge.de\/?page_id=349"},"modified":"2020-10-06T17:03:32","modified_gmt":"2020-10-06T17:03:32","slug":"planungswettbewerb-zur-sanierungsuntersuchung-am-verladebahnhof-ii-des-tanklagers-bremen-farge","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/tanklager-farge.de\/?page_id=349","title":{"rendered":"Planungswettbewerb zur Sanierungsuntersuchung am Verladebahnhof II des Tanklagers Bremen-Farge"},"content":{"rendered":"\n<p>Am 01.09.2020 fand seitens der Bundesanstalt f\u00fcr Immobilienaufgaben die \u00f6ffentliche Vorstellung des Planungswettbewerbes zur Sanierungsuntersuchung am Verladebahnhof II des Tanklagers Bremen-Farge statt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Grundlagen f\u00fcr den Planungswettbewerb bilden diverse Gutachten, die unter (externer Link):<br><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.bauumwelt.bremen.de\/detail.php?gsid=bremen213.c.30460.de\" target=\"_blank\"><strong>http:\/\/www.bauumwelt.bremen.de\/detail.php?gsid=bremen213.c.30460.de<\/strong><\/a><br>einzusehen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Hotspot-Sanierung wird die einzige M\u00f6glichkeit sein, nachhaltig weitere Kontaminierungen von Grundwasser zu vermeiden. Auch w\u00e4re das betroffene Gel\u00e4nde ohne vollst\u00e4ndige Sanierung weiterhin nichts anderes als eine gro\u00dfe unansehnliche Industriebrache.<\/p>\n\n\n\n<p>Um einen Eindruck der Dimensionen des Hotspots zu erhalten, ist nachfolgend die BTEX_Verteilung aus der Kartierung der KW-Belastung in der unges\u00e4ttigten Zone von Geo-data DU-Boden Teil 2 abgebildet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-medium\"><a href=\"http:\/\/tanklager-farge.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Planungswettbewerb_Grafik.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"169\" src=\"http:\/\/tanklager-farge.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Planungswettbewerb_Grafik-300x169.png\" alt=\"Lageplan BTEX\" class=\"wp-image-353\" srcset=\"https:\/\/tanklager-farge.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Planungswettbewerb_Grafik-300x169.png 300w, https:\/\/tanklager-farge.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Planungswettbewerb_Grafik-1024x576.png 1024w, https:\/\/tanklager-farge.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Planungswettbewerb_Grafik-768x432.png 768w, https:\/\/tanklager-farge.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Planungswettbewerb_Grafik-1536x864.png 1536w, https:\/\/tanklager-farge.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Planungswettbewerb_Grafik.png 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption>Anlage_5-4-Lageplan-BTEX-13-bis-16m aus Bericht Kartierung der KW-Belastung in der unges\u00e4ttigten Zone von GEO-data DU-Boten Teil 2<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Da die BTEX-Konzentrationen, wie im 15. Sachstandsbericht vom 23.03.2020 beschrieben, weiterhin auf einem hohen Niveau liegen, best\u00e4tigt sich unsere Kritik der vergangenen Jahre, dass die zurzeit laufenden Sanierungsversuche nicht den gew\u00fcnschten Erfolg bringen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf Basis einer umf\u00e4nglichen Bodenuntersuchung, welche die B\u00fcrgerinitiative schon vor sieben Jahre gefordert hatte, ergab sich ein detaillierter \u00dcberblick bez\u00fcglich der Verseuchung des Bodens unterhalb des Verladebahnhofes II. Auf Basis dieser Untersuchung, wurden durch mehrere Ingenieurb\u00fcros Sanierungsvorschl\u00e4ge erarbeitet. Im Planungswettbewerb haben sich schlussendlich vier Ingenieurb\u00fcros durchgesetzt, deren unterschiedlichen Sanierungsvarianten im Rahmen der Ergebnispr\u00e4sentation des Planungswettbewerbs vorgestellt wurden.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Hotspotsanierung einer Teilfl\u00e4che von 1.500 m\u00b2 durch Bodenaustausch mittels \u00fcberschneidender Gro\u00dflochbohrungen (ohne Zwickelbildung). Im weiteren Herdbereich erfolgen u. a. eine Bodenluftabsaugung und ein nat\u00fcrlicher Schadstoffabbau (MNA). Es wird von einer Sanierungsdauer von 8,5 Jahren, mit einem anschlie\u00dfenden 25-50 Jahre andauernden Monitoring des nat\u00fcrlichen Schadstoffabbaus, ausgegangen.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"2\"><li>Quellensanierung durch einen Bodenaustausch mittels tangierender, nicht \u00fcberschneidender Gro\u00dflochbohrungen sowie zus\u00e4tzlichen Bohrungen in den verbleibenden Zwickeln. F\u00fcr nicht ausgebohrten Restzwickel wird eine Nachinjektion von Oxidationsmittle vorgeschlagen. Die Wirksamkeit soll mittels eines Monitorings \u00fcberpr\u00fcft werden. Zus\u00e4tzlich ist eine begleitende und nachlaufende Sicherung durch Grundwasserzirkulationsbrunnen geplant. Die Sanierungsfl\u00e4che wird mittels einer Baub\u00f6schung fixiert und ist daher in der Fl\u00e4chengr\u00f6\u00dfe sp\u00e4ter nichtmehr ver\u00e4nderbar. Die eingeplante Sanierungsfl\u00e4che betr\u00e4gt 7.500 m\u00b2 mit einer Bohrtiefe von bis zu 20 m. Bei einer Sanierungsdauer von 3,5 Jahre und einer hydraulischen Sicherung von 104 Monate belaufen.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"3\"><li>Quellensanierung durch Bodenaushub und Bodenaustausch innerhalb von Spundwandk\u00e4sten bis ca. 16 m Tiefe (bei Bedarf auch tiefer) in offener Bauweise bei gleichzeitiger Absch\u00f6pfung der mobilen Leicht\u00f6lphasen w\u00e4hrend des Ausbaus. Die zu behandelte Fl\u00e4che wird mit ca. 6.000 m\u00b2 abgesch\u00e4tzt. Im Bedarfsfall ist eine Erweiterung\/Anpassung der Sanierungsfl\u00e4che durch eine Vergr\u00f6\u00dferung der Baugrube jederzeit m\u00f6glich. Sanierungsdauer ca. 24 Monate.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"4\"><li>Es wird eine Einkapselung des kontaminierten Untergrundes vorgeschlagen. Hierzu werden Einphasendichtw\u00e4nde, mit einer Tiefe von bis zu 20 Metern, um das betreffende Gebiet erstellt. In drei Metern Tiefe (bei Bedarf auch tiefer) erfolgt eine Abdichtung der Gel\u00e4ndeoberfl\u00e4che mittels einer wasserundurchl\u00e4ssigen Plane. Bei Bedarf kann zus\u00e4tzlich eine Bodenabdichtung unterhalb des kontaminierten Gebietes eingebracht werden. Sanierungsdauer von 14 Monaten.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Im Anschluss an die Pr\u00e4sentationen wurde die Diskussion mit allen Anwesenden, dem Expertenkreis und der \u00d6ffentlichkeit, er\u00f6ffnet und es bildeten sich diverse Meinungen mit vorerst folgendem Ergebnis:<\/p>\n\n\n\n<p>Der 1. Vorschlag wurde allgemein nicht f\u00fcr optimal befunden, da eine komplette Hotspotsanierung nicht erreicht wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Der 2. Vorschlag erhielt einseitigen Zuspruch, trotz Restkontaminationen in den Zwickeln und sehr hoher Kosten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der 3. Vorschlag wurde allgemein als bester Vorschlag f\u00fcr die Sanierung angesehen, da in kurzer Zeit eine umfassende Hotspotsanierung, bei verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigen finanziellen Aufwendungen, erfolgen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Der 4. Vorschlag wurde als schlechteste Sanierungsl\u00f6sung bewertet, da es sich nur um eine Art Altlastendeponie handeln w\u00fcrde, welche jahrzehntelang durch Monitoring beobachtet werden m\u00fcsste.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die Bundesanstalt f\u00fcr Immobilienaufgaben Berlin hat Ihre Auswahl dem Bremer Umweltamt vorgelegt. Nach Pr\u00fcfung wird das Ergebnis auf einer Beiratssitzung des Ortsamtes Blumenthal vorgestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir hoffen, dass diese Sitzung, trotz der Einschr\u00e4nkungen durch die Corona-Pandemie, in einem gr\u00f6\u00dferen Kreis stattfinden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis dahin w\u00fcnschen wir allen eine gute Zeit und vor allem Gesundheit.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 01.09.2020 fand seitens der Bundesanstalt f\u00fcr Immobilienaufgaben die \u00f6ffentliche Vorstellung des Planungswettbewerbes zur Sanierungsuntersuchung am Verladebahnhof II des Tanklagers Bremen-Farge statt. 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